Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Laodamas bis Larven


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Laodamas
In der griech.-röm. Sage König von Theben.
Sohn des Eteokles von Theben.
Er stand nach seines Vaters Tod unter Kreons Vormundschaft. Im Epigonenzug gegen Theben tötete Laodamas den Sohn des Adrastos, Aigialeus, wurde aber selbst von Alkmaion erlegt. Nach anderen rettete er sich nach verlorener Schlacht mit dem Rest des Heers zu den Encheleern nach Illyrien.
Laodameia
In der griechischen Sage Tochter des Akastos von Iolkos und Gattin des Protesilaos.
Als ihr eben erst mit ihr vermählter Gatte Protesilaos vor Troja fällt, gewähren ihr die Götter die Bitte, das Protesilaos auf kurze Zeit in die Oberwelt zurückkehren dürfte. Als die ihm gewährte Frist endete, gab sich Laodameia selbst den Tod.
Laodameia
In der griechischen Sage Tochter des Bellerophon und der Philonoe und Mutter des Sarpedon von Lykien.
Sie wurde von Artemis getötet.
Laodameia
In der griechischen Mythologie 'die Volksbeherrscherin', eine Nereide.
Laodamia
Römischer Name der Laodameia der griechischen Mythologie.
Laodike
In der griechischen Sage Tochter des Priamos von Troja und der Hekabe, Gattin des Telephos oder der Helikaon und Mutter des Munitos.
Nach Spätern wurde sie durch Akamas (den Sohn des Theseus), der als Gesandter in Troja war, Mutter des Munitos, welcher von Aithra, der Großmutter des Akamas, auferzogen und nach Eroberung Trojas dem selben übergeben wurde. Laodike aber ward bei der Zerstörung Trojas von der Erde verschlungen oder starb aus Verzweiflung über den Verlust ihres Sohnes, der in Thrazien von einer Schlange gebissen worden war.
Laokoon Bild
In der griechischen Sage ein Apollon- oder Poseidonpriester und Held vor Troja auf trojanischer Seite.
Sohn des Antenor.
Er warnte davor, das hölzerne Pferd, das die Griechen bei ihrer Abfahrt vor Troja zurückgelassen hatten, in die Stadt hineinzuziehen, und schleuderte, um zu beweisen, dass es kein Weihgeschenk der Athene, sondern menschliches Trugwerk sei, seinen Speer gegen dasselbe, wurde aber bald darauf, weil er den Apollon früher beleidigt hatte, bei einem Opfer des Poseidon am Strand des Meeres von zwei ungeheuren Schlangen, die von Tenedos herkamen, samt seinen zwei Söhnen erwürgt.
Laomedon
In der griech.-röm. Sage Gründer und König von Troja.
Sohn des Ilos von Troja und der Eurydike und Vater des Podarkes (= Priamos), des Tithonos und der Hesione.
Poseidon und Apollon dienten ihm auf des Zeus Befehl, da sie diesen hatten fesseln wollen, ein Jahr lang um Lohn: Apollon hütete seine Herden auf dem Idagebirge, Poseidon baute ihm die Mauern von Troja. Als sie jedoch ihren Lohn verlangten und Laomedon ihnen diesen nicht nur versagte, sondern sie sogar als Sklaven verkaufen wollte, da verließen sie ihn erzürnt, und Apollon sandte eine Pest, Poseidon aber ein schreckliches Seeungeheuer. Nach einem Orakelspruch konnte der Zorn der Götter nur besänftigt werden, wenn Laomedon dem Ungeheuer seine Tochter Hesione zur Speise gab. Herakles befreite sie aus der Gefahr und tötete das Untier, aber auch ihm gibt Laomedon den versprochenen Lohn nicht. Da zieht Herakles mit einer Flotte gegen Troja, um sich zu rächen. Die Stadt wird erobert und Laomedon mit seinen Söhnen außer dem noch unmündigen Podarkes getötet. Die Hesione fiel dem Telamon als Siegespreis zu.
Laonome
= Astydameia
Laophonte
In der griechischen Sage Mutter der Leda.
Laothoe
In der griechischen Sage Mutter des Polydoros.
Lapithen
In der griech.-röm. Sage thessalisches Bergvolk. Diesem gehören u.a. Ixion, Peirithoos, Kainis bzw. Kaineus, Hippodameia, Dryas, Eetion, Polypoites und Hyprus an.
Bekannt sind sie durch die ständigen Kämpfe mit den Kentauren. Der berühmteste Kampf ist der, auf der Hochzeit des Laphitenkönigs Peirithoos.
Lara
In der röm. Sage Mutter der Laren.
Laren
In der römischen Mythologie Schutzgeister.
Söhne des Merkur und der Lara.
Sie waren bei den alten Römern Gottheiten niederen Ranges, aber von großer Bedeutung. Sie wachten als Schutzgeister über die Familien, Häuser, Grundstücke, Kreuzwege, Straßen, Haine usw. Die wichtigste Klasse der Laren waren die Schutzgeister der Familie und des Hauses, deren jeder Hausstand einen (später zwei) hatte.
Dargestellt wurden die Laren als Knaben oder Jünglinge mit aufgeschürzter Toga, ein Trinkhorn und eine Schale oder Kanne in der Händen.
In der Zeit der griech.-röm. Kultur und Gelehrsamkeit wurden die Laren mit den griech. Heroen verglichen und gleich diesen als zu Schutzgöttern der Angehörigen gewordenen Seelen abgeschiedener Familienglieder gedeutet.
Larunda
= Lara
Larven
= Lemuren

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